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22.04.2024

Der_Schandpfahl_auf_dem_DomplatzAm 9. Mai 2024 lesen Bürgerinnen und Bürger um 20 Uhr in der Kulturwerkstatt aus Texten, die an die Bücherverbrennung 1933 erinnern. Damals hatten nationalsozialistisch gesinnte Studierende in Berlin Lastwagen mit mehr als 25.000 "unwerten" Büchern aus den Bibliotheken beladen. In einem Fackelzug zogen sie bei strömendem Regen und begleitet von einer SA-Blaskapelle sowie von berittener Polizei durch das Brandenburger Tor bis zum Opernplatz. Tausende Schaulustige säumten dabei den Weg. Die Feuerwehr half, ein Feuer zu entzünden und die Bücher wurden bündelweise über eine Menschenkette von den Lastwagen bis zum Feuer gereicht. Rund 70.000 Menschen sahen dabei zu oder halfen mit. An die Ungeheuerlichkeit dieser Bücherverbrennung zu erinnern hat sich das Aktionsbündnis Demokratie Altenberge nun zum 4. Mal vorgenommen. Nach dem Motto „Nie wieder ist jetzt“ sind darüber hinaus eine ganze Reihe politischer und prodemokratischer Veranstaltungen geplant, in die sich die Lesung als ein kultureller Beitrag einfügt. Gelesen werden diesmal nicht nur Textauszüge aus den damals verbrannten Büchern, sondern auch moderne Texte, denn so unfassbar die brennenden Scheiterhaufen heute erscheinen, so ist der Wunsch nach Zensur und die Absicht der Diskreditierung, Einschüchterung und Einschränkung von Meinungs- und Pressefreiheit bei vielen, hauptsächlich rechten Gruppierungen in Deutschland und Europa heute deutlich sichtbar. In diesem Jahr enthält das Programm Auszüge aus Texten von Bertolt Brecht, Carolin Emcke, Markus Zusak. Else Lasker-Schüler, Wolfgang Borchert,  Volker Weidermann und Mascha Kaléko. Eine Einführung in das Thema übernimmt Heinrich Bahlburg. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Lisa Hesener, die schon auf der Demo am 27. Januar auf dem  Marktplatz gesungen hat. Veranstalter sind das Altenberger Aktionsbündnis Demokratie in Kooperation mit dem Familienbündnis und der Gemeinde Altenberge. Die Lesebeiträge der letzten Jahre sind auf der Homepage des Familienbündnisses als Audiospuren hinterlegt. Die Lesung wird durch Mittel aus dem Kulturfonds gefördert und ist kostenfrei.

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