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Sie befinden sich hier: Aktuelles » Ältere Meldungen / Archiv » Pressemitteilung von Bürgermeister Karl Reinke zum Rücktritt des Leiters der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge Guido Roters vom 29.04.2023

Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge, Guido Roters, tritt mit Ablauf des 30.04.2023 von seiner Leitungsfunktion zurück. Eine entsprechende Rücktrittserklärung hat Herr Roters gegenüber dem Bürgermeister am 19.04.2023 schriftlich abgegeben.

 

Ich respektiere die Entscheidung von Herrn Roters, von seinem Amt als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge aus persönlichen Gründen vorzeitig zurück zu treten. Herr Roters ist seit 34 Jahren verlässliches Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge und seit Dezember 2017 hat er als Leiter mit hoher fachlicher Kompetenz und persönlichem Einsatz seine vielfältigen Aufgaben wahrgenommen, um in unserer Gemeinde im Bereich des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes und der Hilfeleistung gut aufgestellt zu sein. Hierzu bin ich ihm als Bürgermeister der Gemeinde Altenberge zu großem Dank verpflichtet.

 

Der Bürgermeister ist gegenüber seinen Mitarbeitern und somit auch einem Ehrenbeamten gegenüber zu einer verstärkten Verschwiegenheit verpflichtet. Da ich aber mehrfach durch die Politik und auch durch Herrn Roters selbst aufgefordert wurde, öffentlich zu den Konfliktpunkten Stellung zu nehmen, werde ich exemplarisch zu drei Kritikpunkten von Herrn Roters in seinem Situationsbericht auf der Jahreshauptversammlung vom 11.03.2023 Stellung nehmen.

 

Es wurde ich Rahmen der JHV seitens des Herrn Roters u.a. berichtet, dass ein IT-Outsourcing-Prozess umgesetzt wird, der nicht mit der Wehrleitung besprochen wurde und an dem auch keine Beteiligung der FFW erfolgte. Dieser IT-Outsourcing-Prozess fußt auf einem Ratsbeschluss, wonach die IT der Gemeinde Altenberge (die FFW ist Teil der Gemeinde Altenberge) ausgelagert wird. Anfang Februar diesen Jahres fand ein Arbeitstermin als Auftaktveranstaltung für die IT der Feuerwehr mit 2 Mitarbeitern des Outsourcing-Unternehmens, der Wehrleitung und der Verwaltung statt, um einen möglichst reibungslosen Umstrukturierungsprozess gemeinschaftlich sicher zu stellen. Am Ende dieses Termins wurden weitere Absprachen zwischen der Freiwilligen Feuerwehr und des Outsourcing-Unternehmens vereinbart.

 

Auch eine eingeleitete freiwillige Gesundheitsabfrage innerhalb der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge wurde mit der Wehrleitung kommuniziert, sogar der von Herrn Roters vorgeschlagene Abfragebogen übernommen.

 

Ferner beklagte Herr Roters in seinem Situationsbericht massiv, dass das Ergebnis einer von der Gemeinde Altenberge in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie im Rathaus vorliege, der Feuerwehr jedoch nicht weitergeleitet wurde und somit wichtige Fakten vorenthalten würden. Fakt ist, dass diese Machbarkeitsstudie noch nicht abgeschlossen wurde, somit liegt im Rathaus kein Bericht vor.

 

Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sind jedoch verlässliche Absprachen und interne gemeinschaftliche konstruktive Abstimmungsprozesse unerlässlich. Ein Austragen von unterschiedlichen Standpunkten im öffentlichen Raum ist nicht zielführend.

 

Der Rücktritt und die sich daran anknüpfenden Folgen beruhen auf einer Vereinbarung, die auf Vermittlung des Kreisbrandmeisters zwischen Herrn Roters und der Gemeinde Altenberge abgeschlossen werden konnte.

 

Mit den Leitungsaufgaben wird mit Wirkung vom 01.05.2023 kommissarisch der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Frank Klose, betraut, so dass die erforderliche Kontinuität in der Leitung der Wehr gewährleistet ist. Frank Klose hat der kommissarischen Übernahme der Leitung zugestimmt. Erste gute Arbeitsgespräche zwischen der Verwaltung und Herrn Klose haben bereits stattgefunden.

 

Die Funktionsfähigkeit und Einsatzkraft der Freiwilligen Feuerwehr Altenberge war und ist zu jedem Zeitpunkt uneingeschränkt gewährleistet.

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